Ich habe hohe Ansprüche an mich.
Wenn ich weiß, dass ich etwas kann, dann erwarte ich von mir, dass ich dieses Können auch zeige.
Tatsächlich versuche ich, immer das Maximum aus mir herauszuholen und die beste Version meiner selbst zu sein.
Natürlich kann ich es nicht allen Personen recht machen, doch steht für mich felsenfest fest, dass jeder Mensch dazu verpflichtet ist, selber für sein Glück zu sorgen. Es wird einem nicht jeder Weg gepflastert, man muss schon anpacken und die Steine, die das Leben einem in den Weg legt, an die Stellen zu platzieren, an denen sie der Sache, dem Vorankommen, dienen.
Was ich definitiv in der Coronazeit gelernt und so hoffe ich auch verstanden habe, dass es mir zunehmend unwichtiger wird, wie andere über mich denken – wichtig ist, was ich über mich denke und ob ich zufrieden bin mit mir selbst.
Natürlich lege ich trotzdem Wert auf die Meinung aus meinem Bekanntenkreis und dass sie mir diese ehrlich und direkt sagen. Genauso mache ich es auch immer – da bin ich ganz das Kind meines Vaters, der auch immer geradeheraus sagt, was er denkt.



Ich kann es partout nicht leiden, wenn Menschen hinten rum agieren. 



Mich hat mein Fernweh, das mir wohl von einem Kunstgeschichtslehrer nahegelegt wurde, dazu bewegt, alles in Frage zu stellen.
Nichts ohne Nachfrage, einfach so anzunehmen.
Wichtig ist es jedoch zunächst den Rat der „Alten“ anzuhören, und das WIE SIE die Dinge lösten, anzuerkennen.
Wie ich später Probleme löse, sollte auf dieser gelernten Basis aufgebaut sein....
Junge Menschen finden andere Lösungen zur Bewältigung ihrer Probleme. Sie kommen auch zu anderen Lösungswegen. Dies anzuerkenen, bedarf einer Menge Fingerspitzerngefühl.
Daraus leitet sich für mich der Fortschrittsgedanke ab.
Für mich war es niemals eine Option im Ausland zur Schule zu gehen, da Deutschland meine Heimat und meine Muttersprache ist. 

Mit Fremdsprachen hab ich es nicht so. Naturwissenschaften sind eher mein Ding. Die Frage danach, was die Welt im Innersten zusammenhält.
Das war damals im Internat mein spezielles Interessengebiet und ist es bis heute geblieben.
Gerne komme ich zurück in diese Heimat, auch wenn sie sich in letzter Zeit nicht mehr zu ihrem Vorteil zu verändern scheint.

Ich will kein perfektes Bild abgeben. Denn perfekt dürfen einzig und allein Götter sein.
 Es reicht also, aus selbstverschuldeten begangenen Fehlern gelernt zu haben und diese nach Möglichkeit nicht mehr zu wiederholen. 

Aufgeschlossen, fragend und freundlich durch die Welt zu gehen ist mein Ziel.
 Zuhören und sich über das Thema, möglichst am Entstehungsort, eine eigenen Meinung zu bilden.
Jeden Tag das Kindsein ein wenig behaltend und sich von dort aus weiterentwickelnd.

Stillstand bedeutet Rückschritt, weshalb der Versuch in mir ist, an jeden Tag etwas Neues zu erlernen.

Doch bei allem Anspruch an mich und meine Leistungen, habe ich auch eine kleine chaotische Seite! 
Aufräumen geht nur, wenn wirklich die Suche nach Dingen überhand nimmt, Kein Nessi, aber auch keiner der mit dem Staubsauger jeden Dreckfummel entfernen muss. 
Irgendwann erkenne ich das REICHT mit der Unordnung und zumeist über einige Tage wird ALLES aufwendig geputzt, gesäubert, entsorgt und umgeräumt. Manchmal hält diese geordnete Struktur länger an, manchmal ist nach wenigen Wochen schon wieder alles vorbei, weil andere Dinge wichtiger erscheinen.